Mein Aufenthalt in Südafrika vom 1. August 2016 bis zum 4. August 2017

Ich habe meinen achtmonatigen Freiwilligendienst in dem Projekt "Immanuels Haven" in der Nähe von Kapstadt verbracht. Im Rückblick vergingen diese Monate viel zu schnell und hätte ich die Möglichkeit, würde ich direkt wieder zurück fliegen! Ich habe unglaublich tolle Menschen kennengelernt, seien es Einheimische, Schul- und Heimkids oder die anderen Freiwilligen, mit denen ich unter einem Dach gelebt habe.

In dem Projekt helfen die Freiwilligen hauptsächlich in der Schule aus. Bis zu den dortigen Sommerferien im Winter habe ich in der ersten Klasse mitgeholfen. Da ich diese fünf Monate so genossen habe, wollte ich gerne auch meine letzten drei Monate in der Klasse verbringen, sodass ich also mit in die Klasse 2 versetzt wurde. Ob nun Mathe, Englisch oder Life Skills unterrichtet wurden - es gab jeden Tag allerhand zu tun. Da war man schon mal froh, wenn der Schultag, der von 8.00 - 15.00 Uhr ging, dann ein Ende nahm.

Aber mit der Arbeit in der Schule war es noch nicht getan. Ich habe in dem Volunteerhaus gelebt, das mit dem Heim und der Schule auf einem Gelände ist. Die Schulkinder waren zwar nachmittags weg, aber die Heimkinder sollten natürlich auch nicht vernachlässigt werden. Somit habe ich jeden Nachmittag mit einem Jungen Hausaufgaben gemacht und lesen geübt. Und nebenbei: es hat sich gelohnt, er tut sich zwar sehr schwer mit dem Lesen, aber ich habe viele Fortschritte miterlebt, die ihm und mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben!
Anschließend haben wir oft noch mit allen Heimkindern gemeinsam gespielt, oftmals ging es nach draußen, wo dann Fußball oder was einem sonst so einfiel, gespielt wurde.

 

Abends hatten wir Freiwilligen Zeit für uns. Die Zahl der Volunteers variierte immer, zwischenzeitlich haben wir aber sogar mit 12 Leuten unter einem Dach gelebt! Da war das Kochen schon manchmal eine Herausforderung. Aber wenn sich dann später alle für einen Film in dem neu errichteten Wohnzimmer versammelt hatten, fühlte man sich wie eine kleine Familie.

An den Wochenenden durften natürlich auch die Ausflüge nicht zu kurz kommen. Da wir nur 40 Minuten von Kapstadt entfernt wohnten, gab es allerhand zu machen, sei es Robbenschnorcheln, Fallschirmspringen, Abseilen vom Tafelberg oder einfach nur mal durch Kapstadts Innenstadt schlendern und die Zeit dort genießen. Langweilig wurde es auf jeden Fall nie!

Ich habe meine Zeit bei "Immanuels Haven" wirklich genossen und denke noch oft daran zurück. Das Leben zwischen arm und reich so hautnah mitzuerleben, tolle Erfahrungen zu sammeln und einfach die Mentalität und Kultur des Landes kennenzulernen, haben mir meine Zeit in Südafrika unvergesslich gemacht.